19. Juni 2026
Ein buntes Horse Speak Wochenende rund um Wien - Juni 2026
Ein Tageskurs im Raum Wien stand auf dem Plan – so habe ich mich bereits am Freitag früh auf den Weg gemacht von MUC nach VIE. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es – wie sollte es auch anders sein – direkt zu den Pferden. Auf einer großartigen, weitläufigen Hangweide gab es eine Herde zu beobachten, die sehr interessante „pferdische Gespräche“ führte. Nicht nur schön anzuschauen, sondern auch immer wieder lehrreich, für alle die dabei sind, wenn ich übersetzen kann, was da alles „gesagt“ wird.

Vor Ort war dann eine Reiteinheit mit Horse Speak dran. Wie bekommt man das nun in den Sattel? Und was hat es denn eigentlich mit diesen Yoga Zügeln auf sich?
Da die liebe Uschi durch einen unpassenden Sattel aus früheren Zeiten Stress mit dem Satteln entwickelt hatte, habe ich auch direkt gezeigt, wie die Reiterin ihrem Pferd damit helfen kann. Am Boden haben wir dann erstmal praktische Grundlagen wie die „Grundausrichtung“ und Balance des Menschen, sowie das harmonische Angehen vorbereitet. Dann ging es in den Sattel – und im Gesicht der Reiterin konnte ich sofort die Zaubermomente erkennen, als sie gefühlt hat, dass sie den Yoga-Zügel und weitere Elemente aus dem Horse Speak® im Sattel richtig umgesetzt hat.

Nach einem stärkenden Mittagessen (ein bisschen Sight-Seeing rund um Wien musste natürlich sein) ging es zur Kurslocation für den nächsten Tag. Die liebe Marion hatte alles sehr liebevoll vorbereitet, und ihr Pferd Berci, den ich schon vor ein paar Jahren persönlich kennen lernen durfte, hat uns schon freudig erwartet. Soooo schön zu sehen, wie offen und freundlich er mittlerweile ist – so war es ein Zaubermoment für mich, ihn wieder zu sehen. Horse Speak verändert einfach alles!
Berci hat schon lange große Schwierigkeiten mit seiner Hinterhand und kann seine Hinterhufe nicht geben. Da er sich in einer körperlichen und mentalen Balance stark verbessert hat, war es Marions Wunsch, mit meiner Unterstützung an diesem Thema weiterzuarbeiten.
Über die Arbeit mit den Buttons konnten wir ihm helfen, seinen Körper bis zur Hinterhand wieder „zusammen zu bringen“ und anders mit seinem Körper umzugehen. Er konnte in dieser Einheit viel loslassen, seine Hinterhand immer wieder entspannen und stand sogar längere Zeit auf einem Bein, um sich unter dem Bauch zu kratzen, was er laut Marion, seit sie ihn kennt, noch nie gemacht hat. Wie schön – eine gelungene Einheit voller Zaubermomente. Am Sonntag nachmittag berichtete mit Marion dann, dass er sich viel besser bewegt und sie direkt an unsere Erfolge vom Freitag anknüpfen konnte – wie schön!


Am Sonntag vormittag durfte ich noch eine Haflinger-Stute und ihren „kleinen Bruder“, einen jungen Murgesen kennen lernen.
Da die Stute immer wieder Probleme beim Verladen – vor allem in fremder Umgebung – zeigt, haben wir uns dem Thema Sicherheit erneut gewidmet. Es ist normal, sich woanders nicht so sicher zu fühlen, wie zuhause. Das ist mal wieder bei Menschen und Pferden so. Wie soll man sich dann auch noch freiwillig in einen engen, wackeligen Raum begeben, aus dem man nicht entkommen kann? So konnte ich Ideen und Lösungswege aufzeigen, die das Pferd und seine Sicht der Dinge partnerschaftlich mit einbinden.



Last but not least durfte ein bisschen Sightseeing in Wien nicht fehlen, mit und ohne Pferde 😊
Schön war´s, ich war sicher nicht das letzte Mal hier!



